In den ersten Wochen als Azubi in der Sozialstation Schurwald wurden mir die ersten medizinischen Grundlagen beigebracht. Mit den Anleiterinnen Frau Heck und Frau Weing sowie das Team der Krankenpflege wurden mir verschiedenste Tätigkeiten gezeigt. Natürlich wird auch der Austausch mit den Pflegedienstleitungen großgeschrieben. Als Azubi, hat man die Aufgabe, seine Fähigkeiten zu festigen und darf erlerntes umsetzen zum Beispiel Kompressionswickelungen, Körperpflegen nach Schulstandard, …
Natürlich möchte man auch gern ein paar Aufgaben mehr übernehmen. Doch ohne Hintergrundwissen, ist dies schwer.
Aber das wichtigste, meiner Meinung nach, ist viele Fragen zu stellen. Durch den Job in der Pflege, wird es um so wichtiger auf rückenschonendes Arbeiten zu achten. Nach dem Orientierungseinsatz, „das Ankommen“ in der Sozialstation, ging es natürlich auch in die Schule. Mit meinen 42 Jahren, fällt das lernen nicht ganz so einfach. Man ist enttäuscht, wenn es mal nicht so läuft. Schnell habe ich gemerkt, dass ich eher der „Praktische „Lerntyp bin. Durch Anfassen und Ausprobieren lerne ich schneller. Bei Fragen kann ich mich an das Team der Pflegefachkräfte, der Pflegedienstleitungen oder auch an die Geschäftsführung wenden. Alle Stehen mir zur Seite.
Ein ganz großes Danke muss ich an dieser Stelle erwähnen. Der Dank geht an die Geschäftsführung Frau Peschla. Sie hat es mir ermöglicht als „1. Azubi“ in der Sozialstation anzufangen. Sie hat für mich und für hoffentlich weitere Auszubildende eine tolle Sammlung an verschiedenen Aufgaben zusammengesammelt und das schätze ich sehr.
Auch Frau Nagel (Pflegedienstleitung) und Frau Marek (stellv. Pflegedienstleitung) haben einen Dank verdient. Sie fangen mich auf, wenn ich mal nicht weiterweiß.
Es gibt Situationen, da sitze ich da und frage mich: “Warum mache ich das?“, „Schaffe ich das?“ und dann kommen so tolle Worte, die mich wieder aufbauen.
Seit Oktober bin ich in meinen Außeneinsatz im Klinikum Esslingen auf Station 3 (Kardiologie). Hier ist das arbeiten um einiges anders. Im Klinikum ist es teilweise sehr schwer ruhig und gelassen zu bleiben. Wenn die Klingel geht, springt man von Zimmer zu Zimmer. Prioritäten setzen ist sehr wichtig. Jeden Tag lerne ich mit neuen Herausforderungen umzugehen.
Viele Fragen mich, warum ich den Beruf zur Pflegefachfrau mache. Nun das kann ich ohne überlegen sofort sagen: „Mir ist es sehr wichtig, dass wenn ich mal gepflegt werden muss, freundlich, höflich und auch mit Respekt versorgt werde. Jetzt bin ich noch jung und möchte, dass genauso jetzt weitergeben.“ Wenn ich das den Praktikanten sage, kommt oft zurück, dass ich genau das weitergebe. Sie fühlen sich in meiner Gegenwart sehr wohl. Dankbarkeit durch ein Lächeln zeigt mir, dass ich vieles richtig mache.
Auch das Pflegepersonal im Klinikum ist dankbar für meine Unterstützung.
Es gab auch schon Gespräche, was ich nach meiner Ausbildung machen möchte. Nun eines weiß ich. Die letzten 5 Jahre in der Sozialstation haben sehr viele Freundschaften gebracht. Und durch das große Team, wo ich ein Teil bin, und durch all die Mühe von Frau Peschla möchte ich, wenn ich die Ausbildung beendet habe, gern noch viele Jahre ein Teil dort sein.
Nun darf ich aber nicht vergessen, noch etwas sehr sehr Wichtiges zu sagen. Ohne meinen Mann, meine Kinder und durch die Familie wäre es nicht möglich, diese Ausbildung zu machen. Die Ausbildung ist eine 100% Stelle. Dadurch bleibt daheim auch mal was liegen. Doch durch gute Organisation und Verständnis kann man vieles gemeinsam schaffen.
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